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Gepflanzt wurden 117 Walnussbäume, 83 Haselnüsse, 64 Esskastanien und 400 Pappeln.

Ermöglicht wurde die Pflanzung durch Spenden und Arbeitseinsatz des Tree-Athlete e.V.

Bei der Klimaschutzpflanzung sollen zunächst die Pappeln als Pioniergehölze emporwachsen, den Wind über der Fläche brechen und mit ihren Wurzeln den Boden tiefergehend mit Humus anreichern. Die bisher kahle Landschaft wird so gekühlt, da weniger Austrocknung durch Wind und Sonne stattfinden kann. Summieren sich diese Effekte durch eine verbreitete Umsetzung, so entstehen „Klimalandschaften“, die durch Verdunstungskühlung, eine Erhöhung der Rauhigkeit, vermehrte Wolkenbildung und Wiederabregnung (Niederschlagsrecycling) eine Wirkung bis auf kontinentale Ebene erzielen können. Zusätzlich wird in den Bäumen Kohlenstoff gebunden und somit der Treibhausgasgehalt der Atmosphäre um jährlich bis zu 20 Tonnen CO2 pro Hektar Gehölzfläche reduziert. Langfristig werden im System die Nussbäume und Esskastanien dominieren und den Charakter der Landschaft prägen. Diese brauchen jedoch länger zum Wachsen, so dass die Pappeln in den Zwischenräumen die Klimaschutzwirkung stark zeitlich nach vorne holen, was im Kampf gegen den Klimawandel essentiell ist.

Dieser klimapositive Effekt von Agroforstsystemen (Bäumen in der Landwirtschaft) wird ergänzt durch eine günstige Wirkung auf die regionale Ernährungssouveränität, wenn wie hier mit fruchttragenden Bäumen gearbeitet wird. In Dürrezeiten, die als Klimafolge auch in eigentlich ausreichend wasserversorgten Gegenden immer häufiger werden, vertrocknen Feldfrüchte und Wiesen am schnellsten. Die Landwirtschaft mit einjährigen Kulturen ist daher auch hoch anfällig und es kann zu Nahrungsmittelknappheit und in Teilen der Welt zu Hungersnöten kommen. Bäume hingegen überstehen durch die tiefe Durchwurzelung Dürren deutlich besser und können auch in mäßig trockenen Jahren reichlich Früchte produzieren. Sie bieten daher eine höhere Stabilität der Nahrungsmittelversorgung.

In der derzeitigen Landwirtschaft, in der immer mehr kleine Höfe aufgeben und Großkonzerne immer mehr Flächen übernehmen, zusammenlegen und auch weiterhin Strukturelemente beseitigen, wo es geht, ist es außerdem enorm wichtig, das Höfesterben aufzuhalten und kleinbäuerliche Strukturen als Basis einer regionalen Lebensmittelversorgung und nachhaltigen Landschaftsgestaltung zu erhalten. Agroforstsysteme mit Klimaschutzfunktion können hier einen Beitrag leisten, da sie die Produktionsgrundlagen solcher Kleinbauern (Bodenfruchtbarkeit, ausreichende Wasserversorgung etc.) schützen.

Die durchgeführte Klimaschutz-Pflanzung ist daher ein Modell für einen tiefgreifenden Landschaftswandel, der dringend notwendig ist. Der Tree-Athlete e.V. hat hier mit seiner Unterstützung einen wichtigen Beitrag für eine klimagerechte Zukunft geleistet.

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Unser letztes Aufbäumen
Agroforst-Projekt im Allgäu (31.03.22 - 03.04.22)

Gemeinsam haben wir 117 Walnussbäume, 83 Haselnüsse, 64 Esskastanien und 400 Pappeln im Allgäu gepflanzt.